Äsche

Bis auf Irland, Schottland, den Norden Skandinaviens und den Mittelmeerraum ist die Asche nahezu in ganz Europa heimisch.
Ihre winzigen Schuppen wirken eher sechseckig als rund, der kleine Kopf mit oberständigem Maul ist zugespitzt. Ihr forellenähnlicher
Körper verfügt über eine Fettflosse; die Rückenflosse ist bei männlichen Äschen deutlich größer als bei den Weibchen.
Insgesamt recht groß und farbig gebändert verteilen sich zudem hauptsächlich auf der vorderen Körperhälfte - kleine schwarze Flecken, die weiß gesäumt sind.
Die typischen Gewässer der Äsche sind recht tief und verfügen über sauerstoffreiches, kühles Wasser. Daher wird man diesen Fisch zumeist in Flüssen und großen Bächen vorfinden. Kurzfristige Temperaturerhöhungen bis 25 °C machen der Äsche zwar nichts aus, doch eine Wassertemperatur unter 4 °C ist problematisch für sie. Am liebsten haben die Äschen festen Bodengrund und abwechselnd schnelle und ruhige Gewässerbereiche.
In kleinen Gruppen lauern diese standorttreuen Fische inmitten von Pflanzen oder am Rand tieferer Gumpen auf Beute, bilden aber
keine Reviere. Von März bis Juni erstreckt sich die Laichzeit der Äschen. In etwa 50 Zentimeter Wassertiefe wird eine Grube angelegt;
nach der Befruchtung wird der Laich in den Untergrund eingeschwemmt. Große Tiere dieser Art, die in der Regel zwischen 30 und 50 Zentimeter lang werden, erbeuten gelegentlich auch kleine Fische. Hauptsächlich jedoch ernähren sie sich von Kleinkrebsen und Insektenlarven oder Anflugsnahrung.
Von Juni bis November, bevorzugt aber direkt nach dem Ablaichen bis in den September hinein, sollte man sein Glück mit Insekten und Kunstfliegen (Topköder sind Trockenfliegen) versuchen.
Im Winter und nach der Paarung sind kleine Würmer und Blinker empfehlenswert. Die ersten Versuche sollten immer in Oberflächennähe erfolgen; bei Misserfolg kann man zum Grundfischen übergehen. Weibliche Äschen werden übrigens weitaus später geschlechtsreif, lassen sich aber leichter angeln. Daher geht an stark befischten Gewässern der Äschenbestand zwangsläufig zurück.
Nymphen sind sehr gute Äschenköder.
Äsche – Steckbrief in der Kurzversion
Die Fakten zur Äsche noch einmal als Steckbrief:
Körpermerkmale
- Körperform: spindel oder torpedoförmig im Querschnitt oval, Bauch abgeplättet
- Maul: leicht unterständig, enge Maulspalte
- Bezahnung: Kiefer, Gaumen und Pflugscharbein mit feinen Hechelähnen
- Schuppen: mittelgroß, festsitzend
- Besonderheiten: Rückenflosse mit 4-5 dunklen Punktreihen (Augenflecke)
- Rückenflosse: beginnt vor Bauchflossenansatz, sie ist hoch und lang, beim Milchner längere Fahne
- Schwanzflosse: gegabelt
- Afterflosse: leicht konkav
- Mittlere Länge: 30 – 50cm
- Maximale Länge: ca. 70cm
- Gewicht: ca. bis 3kg
Lebensweise – Lebensraum
- gesellig als Friedfisch, ernährt sich überwiegend von Driftorganismen und Anflugnahrung, seltener von kleinen Fischen
- schnellfließende, klar, saubere Fließgewässer mit kiesigem Grund, auch in der Forellen- bis Barbenregion, auch Seen
- Besonderheiten: Leitfisch der Äschenregion, sehr empfindlich für Wasserverschmutzung
Fortpflanzung
- Laichzeit: Frühjahrslaicher (März- Mai)
- Laichplatz: Kieslaicher
- Laichablage: seichte Stellen mit Kiesgrund in der Strömung
- Besonderheiten: Weibchen schlägt Laichgrube
- Hauptfangzeit: Mai und Herbst
- Fangmethoden: Fliegenfischen, Grundfischen
- Wirtschaftl. Bedeutung: beliebter Speisefisch, Fleisch riecht nach Thymian