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Aland / Orfe

Aland / OrfeDer Aland ist nahezu in ganz Ost- und Mitteleuropa verbreitet; sogar in der Ostsee ist er anzutreffen. Der Rücken des recht hochrückigen Fisches variiert von braun bis schwarzblau, der Bauch ist weiß und die Flanken silberhell. Oft wird er mit dem Döbel verwechselt, unterscheidet sich von ihm aber durch kleinere Schuppen, den eingebuchteten Saum der Schwanzflosse und eine engere Mundspalte. Seine Flossen sind rötlich; nur die Schwanz- und Rückenflosse zeigen stattdessen eine graue Färbung. Über seiner Seitenlinie befinden sich neun Schuppenreihen.


Das Freiwasser großer Ströme und Flüsse ist sein bevorzugter Lebensraum, aber in stehenden, größeren Gewässern mit reich strukturierten Ufern oder auch im Brackwasser kann er sich ebenfalls wohlfühlen. In Seen nutzen Alande zur Fortpflanzung flache Uferzonen mit Kiesgrund. Ansonsten wandern sie zwischen März und Mai flussaufwärts, wo sie ebenfalls über Kies ablaichen. Nach dem Laichakt führt der Aland für kurze Zeit eine einzelgängerische Lebensweise. Ansonsten leben Alande in Schwärmen, die im Freiwasser nach Nahrung suchen und recht weite Wanderungen unternehmen.

30-50 Zentimeter Länge bei 0,25-2,0 Kilogramm Gewicht sind die Durchschnittsmaße dieser Fischart, deren bekannte Maximalwerte bei 80 Zentimeter beziehungsweise sechs Kilogramm liegen. 

Am besten kann man den Aland von Juni bis Oktober fangen, im Sommer meist an der Oberfläche. Den Winter und Frühling verbringen die Fische allerdings in tieferen Gefilden. Da sich Alande nicht nur von Plankton und Anflugsnahrung ernähren, sondern auch Insektenlarven, Würmer, Schnecken, Kleinkrebse und Mückenlarven fressen, bieten sich bei der Köderwahl einige Möglichkeiten an. Maden und Würmer sollten bevorzugt eingesetzt werden. Daneben haben sich Gelbschwänze, Insekten, Köcherfliegenlarven,  Kunstfliegen, Teige, Brot, kleine Boilies, gekochter Weizen und auch Erbsen als fängige Alternativen herausgestellt. Plätze in der Strömung wie beispielsweise Buhnenköpfe und Brückenpfeiler, aber auch Bereiche über Sandbänken bieten immer gute Fangaussichten.

Alande beißen auch auf Boilies sehr gern. Trotz seiner engen Maulspalte wird der Aland oft mit Döbel oder Hasel verwechselt