Barbe

doch durch Staudämme und Wehre, die immer mehr ihre Laichwanderungen unterbinden, ist ihr Bestand fast überall
rückläufig.
Der fast drehrunde Körper des Fisches, der maximal 90 Zentimeter Länge bei zehn Kilogramm Gewicht erreichen kann, verfügt über eine braune bis grüne Rückenfärbung, hellere Flanken und einen weißen Bauch. Das unterständige Maul mit wulstigen Lippen und vier Barteln an der Oberlippe ist für sie charakteristisch.
In größeren Flüssen mit sandigem bis kiesigem Untergrund ist die Barbe zuhause, wo sie sich bevorzugt in mäßig durchströmten Bereichen aufhält. Die Paarungszeit dauert von Mai bis Juli und findet nach einer Sehwarmwanderung stromaufwärts statt. Der giftige Laich wird in die Zwischenräume des Untergrunds eingeschwemmt, die geschlüpften Larven sind erst nach zehn Tagen schwimmfähig.
Will man gezielt auf Barben angeln, muss man berücksichtigen, dass sie tagsüber meist in durchströmten Unterständen stehen und erst bei Einbruch der Dämmerung auf Nahrungssuche gehen.
Zwischen April und Oktober ist die beste Zeit, nur sollte man ihre bevorzugten Plätze kennen. Ansonsten sind Bereiche mit rascher Strömung in der Nähe von ruhigeren Zonen immer einen Versuch Wert. Auch Hindernisse, die die Strömung brechen (zum Beispiel Felsbrocken), sollten nicht außer Acht gelassen werden.
Die natürliche Nahrung der Barbe besteht aus Kleinkrebsen, Algen, Fischlaich und Insektenlarven (vorzugsweise Eintagsfliegen); hin und wieder frisst sie auch mal einen kleinen Fisch. Was dem Angler davon schnell zur Verfügung steht, kann selbstverständlich als Köder Verwendung finden. Ansonsten beißen Barben auf eine Vielzahl von Ködern, doch hat sich Käse am besten bewährt: kräftige Sorten wie Appenzeller oder Emmentaler sollten es aber schon sein. Versuche mit Würmern aller Art, Maden, Schnecken, Leberkäse, Frühstücksfleisch und (bei schwacher Strömung) auch Brotflocken oder Teig sind meist ebenfalls erfolgreich.
Wichtig ist, den Köder am Grund anzubieten, denn Barben stehen gern tief.