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Flussbarsch

FlussbarschMit Ausnahme des Mittelmeerraums ist der Flussbarsch in Europa fast überall heimisch. Seine vergleichsweise geringen Ansprüche an den Lebensraum machen ihn zur häufigsten Barschart. Er ist in nahezu jeder Art von Gewässern anzutreffen, lediglich stark  erschlammte Bäche oder kleine, flache Seen lässt er aus. Raue Kammschuppen, rötliche Flossen (je nach Vorkommen auch gelblich) und starke Stacheln auf der ersten Rückenflosse, die zudem mit einem blauschwarzen Fleck versehen ist, sind charakteristisch für diesen Fisch. Sein seitlich abgeflachter Körper, im Alter oft hochrückig, verfügt über eine dunkelgrüne Rücken- und silberweiße Rauchfärbung; Letztere schimmert manchmal rötlich. Seine Flanken sind messinggelb bis grünlich und mit fünf bis neun breiten, schwärzlichen Querbinden versehen.

Die After-, Bauch- und hintere Rückenflosse sind vorn mit einzelnen Stachelstrahlen versehen.

Da der Flussbarsch so unterschiedliche Gewässer bewohnt, variieren auch seine Verhaltensmuster und Nahrungsvorlieben teilweise recht stark. Man muss daher sowohl im Freiwasser, in Ufernähe als auch in unterschiedlichen Tiefen mit ihm rechnen. Im Allgemeinen kann man jedoch sagen, dass er den Aufenthalt in warmen Bereichen von Gewässern bevorzugt, die über festen Boden, langsame Strömung und ausreichende Tiefe verfügen.

Von März bis Juni erstreckt sich die Paarungszeit der Flussbarsche, die eine Wassertemperatur von 7 bis 8 'C erfordert. Über Steinen, Wasserpflanzen oder anderen Gegenständen (zum Beispiel versunkenem Holz) werden vom Weibchen bis zu 200 000 Eier in lang  gestreckten Bändern abgegeben, die bis zu zwei Zentimeter breit sein können. Das gallertartige Material, im Allgemeinen als Barsehschnüre bekannt, haftet problemlos am Laichsubstrat und wird anschließend sofort von einem oder gleich mehreren Männchen befruchtet. Die jungen Barsche schlüpfen nach zwei bis drei Wochen und ernähren sich zunächst von Plankton; später gehen sie zu kleinen Bodentieren über. 

Durchschnittlich erreicht dieser Fisch, der extrem langsam wächst, zwischen 15 und 35 Zentimeter, wobei er bei über 30 Zentimeter Länge oftmals bereits 1 5 Jahre alt ist.

Kapitale Exemplare von drei Kilogramm Gewicht bei einer Länge von 50 Zentimeter sind aber ebenfalls bekannt.Solche Größen können jedoch nur bei sehr gutem Nahrungspotenzial erreicht werden. Ist dies im Wohngewässer gegeben, wird der Flussbarsch, der ansonsten nicht nur in jüngeren Jahren häufig als Sehwarmfisch lebt, ein Einzelgängerleben aufnehmen. Dies bedeutet, dass er zunehmend räuberischer wird und auch kleinere Artgenossen nicht verschont. Generell mag der erwachsene Barsch kleine Fische besonders gern; ansonsten nimmt er aber auch Würmer, Insekten und Flohkrebse zu sich. Flussbarsche sind echte Jäger; sie stehen zwar auch gern an Buhnenköpfen und ähnlichen Standplätzen, doch wenn sie erst einmal eine Beute im Visier haben, verfolgen sie sie auch.

Der Angler kann diesen Fisch am besten im Hochsommer und Herbst erbeuten, doch im Allgemeinen bekommt man ihn das ganze Jahr über an den Haken. Dass er kein stationärer Fisch ist, sondern häufig die Umgebung durchzieht, sollte man dabei auf jeden Fall berücksichtigen. Allerdings ist dies natürlich von den Gegebenheiten des jeweiligen Gewässers abhängig, und zudem finden sich die Fische auch immer wieder gern an ihren ursprünglichen Standplätzen, zum Beispiel hinter Baumwurzeln, ein. Als Köder setzt man sämtliche Spinnertypen, Twister oder Zocker ein; auch kleine Köderfische sollten nicht außer Acht gelassen werden. Gute Varianten sind Wobbler, rohes Fleisch, fliegende Löffel, Maden, Fischstücke und sogar Rot- und Tauwürmer. Die passende Wahl ist, ebenso wie die Angeltiefe, abhängig vom Gewässer und den Lebensgewohnheiten der Barsche. Wichtig ist, dass Flussbarsehe gern auf größere Objekte beißen und der Köder daher nicht zu klein ausfallen darf. Werden Kunstköder verwendet, so ist zu empfehlen, sie ruckartig zu führen. Generell sollte ein feines Stahlvorfach eingesetzt werden, denn in den typischen Barsehgewässern gibt es meist auch Hechte.