Über das Gewässer
Der Muldestausee bei Pouch ist ein gefluteter Braunkohletagebau und mit rund 605 Hektar eines der größten Gewässer Sachsen-Anhalts – Teil des Mitteldeutschen Seenlandes. Er entstand Mitte der 1970er Jahre, als die Mulde nach der Auskohlung des Tagebaus Muldenstein durch das Restloch geleitet wurde; entsprechend wird er bis heute von der Mulde durchflossen.
Der See ist etwa neun Kilometer lang, bis zu zwei Kilometer breit und an der tiefsten Stelle rund 35 Meter tief, im Mittel aber eher 10–12 Meter. Unter Anglern gilt er als Raubfisch-Revier ersten Ranges: vor allem Zander und Welse erreichen gute Stückzahlen und Größen, dazu kommen Hecht, Barsch, Aal, Karpfen und Weißfisch.
Vom Boot aus lassen sich die weiter draußen liegenden Kanten und „Barschberge“ am besten beangeln – am Segelhafen Pouch gibt es eine kostenfreie Slipanlage, auf dem Wasser sind nur Elektromotoren bzw. Muskelkraft erlaubt. Der Einlaufbereich im Südosten ist ein beliebter, aber saisonal (15.02.–31.05.) eingeschränkter Hotspot. Rund um den See informiert ein Naturlehrpfad über die artenreiche Vogelwelt mit Fisch- und Seeadler.
Quellen: Wikipedia, BLINKER, WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg
Fischbestand
| Fischart | Wissenschaftl. | Mindestmaß | Schonzeit |
|---|---|---|---|
| Aal | Anguilla anguilla | 50 cm | – |
| Barsch | Perca fluviatilis | – | – |
| Blei (Brachse) | Abramis brama | – | – |
| Hecht | Esox lucius | 50 cm | 15.02.–30.04. |
| Plötze (Rotauge) | Rutilus rutilus | – | – |
| Rotfeder | Scardinius erythrophthalmus | – | – |
| Wels | Silurus glanis | – | – |
| Zander | Stizostedion lucioperca | 50 cm | 15.02.–31.05. |
Mindestmaße und Schonzeiten gemäß Gewässerordnung des LAV Sachsen-Anhalt e. V.
Sonderregelungen & Hinweise
⚠ Kunstköder- und Wasserfahrzeugverbot im Einlaufbereich! Gesperrt für Wasserfahrzeuge aller Art vom 15.02.–31.05. jeden Jahres! Oberhalb der B100-Brücke in Pouch beidseitig bis zum ersten Entwässerungsgraben komplettes Angelverbot vom 15.02.–31.05.
Allgemeine Regeln (LAV Sachsen-Anhalt)
- Fischereischein, Fischereierlaubnis, Gewässerverzeichnis, Gewässerordnung und Fangkarte sind mitzuführen.
- Entnommene Fische sind vor Ort in die Fangstatistik einzutragen.
- Max. 3 entnehmbare Fische der gelisteten Arten je Angeltag (artbezogene Begrenzungen beachten).
- Beschilderung am Gewässer und etwaige NSG-/LSG-Einschränkungen unbedingt beachten.
- Anfüttern nur während der Angelausübung und in geringen Mengen.