Über das Gewässer
Der Stausee Kelbra – auch Helmestausee Berga-Kelbra – staut die aus dem Harz kommende Helme in der Goldenen Aue am Fuß von Kyffhäuser und Südharz. Talsperre und Stausee gingen 1968/69 in Betrieb und dienen in erster Linie dem Hochwasserschutz der fruchtbaren Goldenen Aue.
Mit rund 500 Hektar ist der See großflächig, aber flach; sein Wasserstand schwankt jahreszeitlich stark, weil im Herbst für den Vogelschutz weite Schlammflächen freigelegt werden. Denn der Helmestausee ist ein international bedeutendes Vogelschutzgebiet (Ramsar/EU-SPA): Er zählt zu den wichtigsten Kranich-Rastplätzen Deutschlands – im Herbst rasten hier zehntausende Kraniche – und ist ein bedeutendes Brutgebiet des Schwarzhalstauchers.
Anglerisch bietet der See Raub- und Friedfische wie Hecht, Zander, Barsch, Karpfen, Schleie und Weißfisch. Wegen der besonderen Naturschutz- und Stauregelungen unbedingt die aktuellen Hinweise des bewirtschaftenden Vereins (KAV Sangerhausen) und die Beschilderung beachten – Wasserstand und Befischbarkeit ändern sich im Jahresverlauf deutlich.
Quellen: Umweltministerium Sachsen-Anhalt (mwu), Natura-2000-LSA, Naturpark Kyffhäuser
Fischbestand
| Fischart | Wissenschaftl. | Mindestmaß | Schonzeit |
|---|---|---|---|
| Aal | Anguilla anguilla | 50 cm | – |
| Barsch | Perca fluviatilis | – | – |
| Hecht | Esox lucius | 50 cm | 15.02.–30.04. |
| Karpfen | Cyprinus carpio | 35 cm | – |
| Plötze (Rotauge) | Rutilus rutilus | – | – |
| Rotfeder | Scardinius erythrophthalmus | – | – |
| Schleie | Tinca tinca | 25 cm | – |
| Zander | Stizostedion lucioperca | 50 cm | 15.02.–31.05. |
Mindestmaße und Schonzeiten gemäß Gewässerordnung des LAV Sachsen-Anhalt e. V.
Sonderregelungen & Hinweise
⚠ Hinweise im Anhang beachten!
Allgemeine Regeln (LAV Sachsen-Anhalt)
- Fischereischein, Fischereierlaubnis, Gewässerverzeichnis, Gewässerordnung und Fangkarte sind mitzuführen.
- Entnommene Fische sind vor Ort in die Fangstatistik einzutragen.
- Max. 3 entnehmbare Fische der gelisteten Arten je Angeltag (artbezogene Begrenzungen beachten).
- Beschilderung am Gewässer und etwaige NSG-/LSG-Einschränkungen unbedingt beachten.
- Anfüttern nur während der Angelausübung und in geringen Mengen.