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Groppe

Groppe


Die Groppe (Cottus gobio), auch "Koppe" oder "Mühlkoppe" genannt, ist ein kleiner Bodenfisch mit breitem, Frosch artigem Kopf und großen, fast segel förmigen Flossen.

Groppen verstecken sich tagsüber unter Steinen und werden erst in den Abend- und Nachtstunden aktiv.

Sie verlassen ihr Versteck, wenn sie gestört werden, wobei sie sich dann mit kurzen Sprüngen zur nächsten Deckung bewegen. Die Groppen besitzen keine Schwimmblase und sind sehr schlechte Schwimmer.

In früheren Jahren wurden die Groppen von den Fischern als Forellenlaichräuber und Futterkonkurrenten für die Forellen und andere Salmoniden angesehen.

Ihre Schädlichkeit wurde sicher überbewertet. Für die Salmoniden sind sie eine wichtige Nahrungsquelle.

Die Groppe wird oft als Indikatorart für gute Wasserqualität betrachtet. Vor allem bauliche Veränderungen der Gewässer haben dazu geführt, dass in den vergangenen Jahrzehnten viele Bestände in ihrer Dichte abgenommen haben. Gewässer mit guten Beständen der Groppe sollten in ihrer Strukturvielfalt erhalten werden. Bei baulichen Eingriffen und bei Maßnahmen der Gewässer Unterhaltung ist auf die Substratansprüche Rücksicht zu nehmen. Die Renaturierung weiterer Gewässer abschnitte sollte vorangetrieben werden. Dabei sollte insbesondere die Überwindbarkeit von Querbauwerken überprüft und gegebenenfalls wieder hergestellt werden.

Groppen gehören zu den so genannten Kurzdistanzwanderfischen. Sie benötigen im Laufe ihrer Individualentwicklung unterschiedliche Habitate, vor allem bezogen auf den Substrattyp. Zwischen diesen Strukturen werden Wanderungen durchgeführt, die teils passiv per Drift, teils aktiv als Stromaufwärtsbewegung durchgeführt werden.

Die Durchschnittsgrößen liegt bei 8 cm bis 10 cm, maximal bis 18 cm. Das durchschnittliche Gewicht liegt bei ca. 15 g, maximal um die 50 g, und kann ein Alter von 8 Jahren erreichen.

Groppen bewohnen flache, schnell fließende Bäche der Forellenregion. Im Gebirge kommen sie auch im kiesigen Uferbereich kalter, sauerstoffreicher Seen vor.

Da sie sehr empfindlich gegenüber Verunreinigungen ist, kann sie als Bioindikator für den ökologischen Zustand eines Gewässers angesehen werden. Intakte Koppenpopulationen zeigen strukturreiche, natürliche bzw. naturnahe Fließgewässer der Forellenregion mit hoher Wasserqualität an.

Die Groppe ist ein typischer bodenorientierter (fehlende Schwimmblase!) und nachtaktiver Fisch, der sich tagsüber in Verstecken aufhält. Die Nahrung der Groppe besteht vorwiegend aus wirbellosen Kleintieren (Insektenlarven, Bachflohkrebse). Die Groppe wurde früher - zu Unrecht - als gefährlicher Brut- und Laichräuber für Forellen angesehen und auch "bekämpft". Die Groppe ist im Gegenteil eine wichtige Beute für größere Forellen.

Groppen werden im 2. Jahr geschlechtsreif. Im Frühjahr (Februar bis Mai) zur Laichzeit bereitet das Männchen unter Steinen oder Holz (höhlenartig) eine Laichgrube vor. In diese legt das Weibchen dann die Eier (100 bis 200 Eier), wo sie vom Männchen befruchtet und dann als Klumpen an der Unterseite der Steine haften bleiben.

In Sandbächen wird auch Totholz als Laichunterlage genutzt. Bis zum Schlupf der Fischbrut nach ca. 4-5 Wochen bewacht das Männchen die Eier und versorgt diese mit Sauerstoff.

Groppen leben dicht am Gewässerboden und ernähren sich von Kleintieren des Baches, wie Bachflohkrebsen, Insektenlarven oder Schnecken.

Gelegentlich wird auch Fischlaich verspeist, wobei die Groppe lange zu Unrecht als "gefährlicher" Brut- und Laichräuber für Forellen angesehen wurde. Erst in der Dämmerung und Nachts gehen sie auf Nahrungssuche.