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Marmorkarpfen

Mamorkarpfen

Marmorkarpfen

Der Marmorkarpfen zeichnet sich durch seine starke Ähnlichkeit mit dem Silberkarpfen aus.

Da der Silberkarpfen in der Regel jedoch eine einheitliche Körperfärbung aufweist, sollte bei einem Marmorkarpfen der Bauch im Auge behalten werden.

Zwischen der Bauch- und der Afterflosse ist bei einem Marmorkarpfen eine Linie mit gekieltem Muster sichtbar. Auch die Körperfärbung ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, da sie im Gegensatz zum Silberkarpfen ein wenig dunkler ausfällt.

Die Augen des Marmorkarpfens liegen tiefer als bei seinem silbrigen Artgenossen, und seine Rückenflosse verfügt über mehr Strahlen als die des Silberkarpfens. Er kann bis zu 1,5 Metern Länge und etwa 40 bis 50 kg Gewicht erreichen. Der Marmorkarpfen ist ein geselliger Fisch und lebt daher in Schwärmen.

Ursprünglich entstammt der Marmorkarpfen den südchinesischen Flüssen und stehenden Gewässern. Er wurde in vielen asiatischen und europäischen Flüssen ausgesetzt. Der Marmorkarpfen kann bei Wassertemperaturen von 4° bis 26 °C existieren und erweist sich daher auch im europäischen Raum als überlebensfähig. Sein Vorkommen ist auf Gewässer spezialisiert, die eine Tiefe ab fünf Metern aufweisen. Unter optimalen Bedingungen kann der Marmorkarpfen ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Inzwischen kann er nahezu an allen Orten der Nordhalbkugel in Süßwasserseen und Süßwasserflüssen überleben. Während der Winterzeit befinden sich Marmorkarpfen im tieferen Bereich des heimischen Gewässers. Auch der Marmorkarpfen lebt in Seen und Flüssen, welche im Winter nicht vollständig durchfrieren.

 Ursprünglich wurde der Marmorkarpfen zusammen mit dem Silberkarpfen und dem Graskarpfen zur Bekämpfung von Wasserpflanzen eingeführt. Dies erwies sich jedoch nur bei seinen beiden Artgenossen als effektiv. Wasserpflanzen gehören nicht zu den Hauptnahrungsmitteln eines Marmorkarpfens. Er ernährt sich von Zooplankton aus dem Freiwasser und frisst nur hin und wieder auch Algen. Dabei ernährt er sich nicht von im Wasser umher schwimmenden Stoffen. Seine Nahrungsquelle liegt am Grund des Gewässers.

So anpassungsfähig, wie der Marmorkarpfen betreffend seiner Lebensräume erscheint, so wählerisch ist er jedoch, was seine Fortpflanzung und Vermehrung angeht. In Mitteleuropa kann eine natürliche Vermehrung auf Grund einiger Bedingungen wie z.B. der Wassertemperatur gar nicht stattfinden. Brutvorgänge können sich nur an tiefen Gewässerstellen, die eine Wärme von 22° bis 30° C aufweisen, ereignen. Außerdem muss eine für die Fische angemessene Wasserströmung herrschen, und der Sauerstoffgehalt darf weder zu hoch, noch zu niedrig sein. Der Laich wird nicht in der Tiefe, sondern weiter oben im Gewässer oder sogar an der Wasseroberfläche verteilt. Zwischen drei und acht Tage brauchen die Brütlinge, um sich weiter zu entwickeln und schließlich schlüpfen zu können. Da die Bedingungen für die Fortpflanzung von Marmorkarpfen hierzulande oftmals nicht gegeben sind, werden inzwischen an einigen Orten künstliche Fortpflanzungsbedingungen geschaffen.