Wissen

Plötze / Rotauge

Plötze / Rotauge


Das Rotauge ist über fast ganz Europa verbreitet. Die Körperform dieses von der Grundfärbung silbrigen Fisches ist schlank bis hochrückig. Brust-,  schwanz- und Rückenflosse sind grau-rötlich, Afterflosse und Bauchflossen dagegen orange bis rot gefärbt. Ebenso kennzeichnend ist die von Orange bis Rot variierende Regenbogenhaut der Augen.

Rotaugen mögen stehende oder langsam fließende Gewässer, sind aber auch anderenorts anzutreffen, da sie recht unempfindlich sind. Die Sehwarmfische leben bevorzugt in Krautbetten, an Schilfkanten und anderer Vegetation in den Uferzonen ihrer Wohngewässer bis hin zu mittleren Wassertiefen. Größere Exemplare, die sich gelegentlich räuberisch ernähren, kann man aber auch tiefer und in Grundnähe antreffen. Je nach Witterung erstreckt sich die Fortpflanzung von April und Mai bis in den Juni hinein. Abgelaicht wird in großen Schwärmen in flachen Bereichen mit üppigem Pflanzenwuchs. Die geschlüpften Jungtiere sind erst nach etwa fünfTagen schwimmfähig. Durchschnittlich werden Rotaugen 15-30 Zentimeter groß und erreichen Gewichte bis zu 0,5 Kilogramm; ihr Maximalgewicht liegt bei zwei Kilogramm.

Das Nahrungsspektrum der Rotaugen ist sehr weit gefächert, und ihre Vorlieben hängen mit dem Angebot ihres Lebensraums zusammen. Pflanzenreste, Insekten und deren Larven, Plankton und kleine Muscheln gehören genauso dazu wie Schnecken und Wirbellose aller Art. Bei ausreichend tierischer Nahrung entwickeln die Fische einen hochrückigen Körper, bei Mangel daran neigen sie eher zur Verbuttung.

Wer auf Rotaugen angeln will, kann dies ganzjährig, aber am besten in den Monaten Juli und August sowie September bis November tun. An seichten Buchten, Bootsstegen, Schilfgürteln und Krautbetten hat man gute Chancen, wenn man mit lockeren, würzigen oder herben Futterballen anfüttert.AlsTopköder haben sich Maden, Caster und Hanf herauskristallisiert. Doch auch Larven, Teige, Würmer, Weißbrotflocken und Kartoffelstückchen sowie Kombinationen aus Made beziehungsweise Caster mit Mais, Weizen oder sogar Algen sind einen Versuch wert.