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Quappe

Quappe / Trüsche

QuappeAbgesehen von einigen wenigen Bereichen kann man der Quappe in ganz Europa begegnen. Der lang gestreckte Fisch mit braun-grünlicher Grundfarbe und weiß-gelblichem Bauch ist häufig an Rücken und Flanken auffällig marmoriert. Die beiden kurzen Barteln am Oberkiefer und der lange, starke Bartfaden am Kinn sind ebenso kennzeichnend wie die sehr kleine erste Rückenflosse.

Zweite Rücken- und Afterflosse reichen bis an die abgerundete Schwanzflosse heran. Zusätzlich verfügt die Quappe über einen breiten, flachen Kopf mit leicht unterständigem Maul. Klare Flüsse mit festem, kiesigem oder sandigem Grund werden von der Quappe bevorzugt, doch auch in sommerkühlen Seen fühlt sich dieser Fisch sehr wohl, sofern diese strukturreich sind.

Der nachtaktive Raubfisch ist der einzige Dorschartige, der nicht nur im Süßwasser lebt, sondern sich dort auch fortpflanzt. Die Laichzeit ist abhängig vom Wohngewässer und liegt zwischen November und März oder auch Dezember und Februar. Zunächst unternehmen die Quappen aber in Scharen lange Laichwanderungen, bevor sie in tiefen Bereichen mit sandigem Grund ablaichen.

In Fließgewässern haften die Eier am Boden; in Seen entwickelt sich der Laich, aufgrund eines einzelnen Öltropfens in jedem Ei, schwebend im Freiwasser. Quappen erreichen maximal eine Länge von einem Meter und fünf Kilogramm Gewicht. Ab etwa 20-30 Zentimeter Größe gehen sie von wirbellosen Bodentieren zu kleinen Fischen und Laich als Nahrung über. Im Durchschnitt erreichen sie etwa 20-60 Zentimeter Größe.

Vor und unmittelbar nach der Fortpflanzung sowie den gesamten Winter über ist die beste Zeit, um Quappen zu fangen. Besonders gut kann man sie mit Köderfisch, Laub- oder Tauwurm, Hühnerdärmen und Leber in stürmischen Nächten mit Schnee- oder Regenfall nach strengen Frostperioden überlisten. Tagsüber hat man kaum Aussichten, da sich die Tiere zu dieser Zeit versteckt am Boden aufhalten. Genau dort kann man sie dann aber auch während der Nachtstunden an den Haken bekommen.