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Rapfen

RapfenHauptsächlich in den östlichen Teilen Europas sowie nördlich bis ins südliche Finnland und Süd-Schweden ist der Rapfen verbreitet.
Der Rücken dieses lang gestreckten Fisches, der seitlich leicht abgeflacht wirkt, ist dunkel oliv bis bläulich gefärbt.
Die Flanken wirken silbrig, während der Bauch weiß erscheint. Kleine Augen, ein leicht oberständiges Maul mit vorstehendem Unterkiefer sowie graurötliche Flossen komplettieren das Erscheinungsbild.

Rapfen kommen fast ausschließlich in großen Flüssen vor sowie Seen, die über ausreichende Strömungsverhältnisse verfügen. Die Jungtiere leben meist in Schulen in der Nähe der Wasseroberfläche.
Wird der Rapfen älter, wird er zum Räuber und geht zu einer Lebensweise als Einzelgänger über.
Zwischen April und Juni wandern die Erwachsenen Tiere zur Fortpflanzung stromaufwärts. Bei 5-10 °C Wassertemperatur werden die Eier an schnell überströmten, sandigen bis kiesigen Stellen abgegeben. Rapfen werden maximal 80 Zentimeter lang und 6-8 Kilogramm schwer, wobei vereinzelt Exemplare von 1,2 Meter Länge bei zwölf Kilogramm Gewicht bekannt wurden. Im Durchschnitt erreicht dieser extrem schnell wachsende Fisch, der bereits mit einem Jahr schon eine Länge von 20 Zentimeter haben kann, eine Größe zwischen 40 und 70 Zentimeter. Sein Gewicht liegt hierbei zwischen zwei und vier Kilogramm.


Kleine, eigen schwere Spinner und Twister setzt man bevorzugt ein, wenn man dem Rapfen in der Nähe der Oberfläche oder in Bereichen bis zum Mittelwasser nachstellt. Zwischen Juli und August ist man besonders erfolgreich, vor allem, wenn man Hindernisse wie zum Beispiel Brückenpfeiler oder Buhnenköpfe in der Strömung als Angelplatz wählt. Wer auf kapitale Rapfen aus ist, sollte allerdings Fischfetzen beziehungsweise Köderfisch im Gepäck haben und sein Glück in tieferen Wasserschichten probieren. Ansonsten lohnt außerdem der Versuch mit Wobbler, Pilker und Streamer (großen Fliegen).