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Schleie

Schleie


In fast ganz Europa, bis auf wenige regionale Einschränkungen, ist die Schleie anzutreffen.

Die dicke schleimige Haut, kleine Schuppen und ihr kräftiger Körperbau sind charakteristisch für diesen Fisch, der in den Mundwinkeln zwei sehr kurze Barteln trägt.

Die Schleie lebt hauptsächlich in warmen, flachen und sauerstoffarmen Seen mit reichhaltiger Vegetation und schlammigem Bodengrund.

Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit kann man ihr aber auch im Brackwasser beziehungsweise in Gewässern bis in 1600 Meter Höhe begegnen.

Fließende Gewässer müssen ihren Vorlieben entsprechen, so dass gute Bestände nur in Altarmen von Flüssen vorhanden sind. In zu heißen Sommern fällt sie in sehr flachen Gewässern in eine Art Starre, wobei sich ihr Stoffwechsel immens reduziert.

Im Winter hingegen, wenn solche Tümpel zufrieren, gräbt sie sich im Boden ein. 

Bei Wassertemperaturen um 18- 20 °C beginnt die Laichzeit, was bedeutet, dass es witterungs- und gewässerabhängig ist, wann dies geschieht. Der Laichakt wird in kleinen Gruppen in Uferbereichen mit üppigem Pflanzenwuchs vollzogen. Die nicht schwimmfähigen Jungtiere kleben sich für mehrere Tage an Wasserpflanzen an. In der Regel werden diese dämmerungsaktiven Fische 20-40 Zentimeter groß, bei 0,5-1,S Kilogramm Gewicht.

Als Bodenbewohner ernährt sich die Schleie von den dort lebenden Tieren aller Art und weichen Pflanzenteilen. Bei der Köderwahl gibt es unzählige Möglichkeiten; allem voran sollten Mistwürmer, Mais, Maden sowie große und kleine Pinkies ausprobiert werden.

Erfolg versprechend sind außerdem Wasserschnecken, Weizen, kleine Tau und Laubwürmer, Teige, Brot, Käse und Boilies. Je nach Gewässer und Witterung liegt die Hauptfangzeit im März und April sowie von Juli bis Oktober. In flachen Gewässern kann dies aber auch durchaus früher sein, weil sich das Wasser dort schneller erwärmt. Gute Stellen sind immer Bereiche mit reichlichem Pflanzenbewuchs; vorheriges Anfüttern ist empfehlenswert. 

Die Köder bietet man direkt am oder dicht über dem Grund an.

Schleien besitzen nur zwei sehr kurze Barteln in den Mundwinkeln