Graskarpfen / Weißer Amur
Der spindelförmige, lang gestreckte Fisch wurde in den 1960er Jahren in Europa eingeführt und ist, da er nicht mehr häufig besetzt wird, sehr unterschiedlich stark verbreitet.
Graskarpfen besitzen keine Barteln und gehören auch nicht zur Gattung Karpfen, sondern sind Weißfische. Sie verfügen über einen bräunlich-grünen Rücken, heller grünliche oder grau glänzende Flanken und einen weißen Bauch.
Durch den dunklen Rand an den großen Schuppen entsteht ein netzförmiges Muster.
Die dunkelgrauen,kurzen Flossen, wobei die Rückenflosse rundlich ist, vervollständigen das Erscheinungsbild.
langsam fließende, flachere Bereiche mit viel Vegetation in allen Arten von Gewässern sind der Lebensraum des Graskarpfens,
der zur Fortpflanzung eine Wassertemperatur von mindestens 20 °C benötigt.
Aus diesem Grund soll er sich angeblich in Europa gar nicht vermehren. Doch zumindest sporadisch muss es zu einer Fortpflanzung kommen, da er kaum noch besetzt wird, aber dennoch in den unterschiedlichsten Gewässern und geographischen Gebieten anzutreffen ist. Zur Paarung schwimmen die Fische stromaufwärts, wo sie in kiesigen, schnell fließenden Bereichen ablaichen.
Junge Graser ernähren sich von Plankton, bis sie etwa drei Zentimeter groß sind und zur pflanzlichen Nahrung übergehen.
Wenn sie etwa dreimal so groß sind, sind es reine Vegetarier.
In Europa erreicht dieser Fisch maximale Längen von 1,2 Meter und ein Gewicht um 35 Kilogramm. In seinerostasiatischen Heimat wird er zwar nicht unbedingt größer, aber weitaus schwerer.
Von Mai bis September, am besten jedoch im Juli und August, lassen sich Graskarpfen sehr gut fangen.
Da sie sich ausschließlich von Pflanzen ernähren, ist die Köderwahl nicht einfach.
Boilies mit hohem Anteil an Maismehl und Zusätzen wie Wasserpflanzen (vorher zu feinem Mehl verarbeitet) oder Spinat sind besonders
Erfolg versprechend. Mais, Teige, Kartoffeln und Schilfstücke sind ebenfalls einsetzbar. Außer in der Nacht kann man immer mit einem
Graser rechnen - vorausgesetzt man bietet seine Köder dicht über dem Grund an und wählt Plätze in flacheren Bereichen mit dichtem Pflanzenwuchs.