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Zander

ZanderDer Zander ist im gesamten Mitteleuropa, einschließlich der Salzarmen Ostseegebiete und des Nord-Ostsee-Kanals, bis hin zum Aralbecken verbreitet.

Sein spindelförmiger Körper ist am Rücken graugrün gefärbt und mit verwaschenen schwärzlichen Bändern versehen.

Die Flanken haben eine hellere Graufärbung, der Bauch ist weiß. Kleine raue Kammschuppen und ein kleiner unauffälliger Dorn auf dem Kiemendeckel sind ebenso kennzeichnend wie die vielen kleinen sowie wenigen großen Zähne (Hundszähne) im Kiefer der tiefen und endständigen Maulspalte. 

Dunkle Punkte oder Flecken zieren Rücken-, Schwanz- und Afterflosse; die vordere Rückenflosse ist mit spitzen Stachelstrahlen versehen.

Der Zander ist ein sehr lichtscheuer Fisch und hält sich daher am liebsten in Gewässern auf, deren Wasser nicht zu klar ist; ein sommertrüber See ist beispielsweise ideal. Man findet ihn gleichermaßen in Flüssen, Kanälen, Seen und Stauseen, sofern diese tief sind, über festen Bodengrund verfügen und wenig Pflanzenwuchs zeigen.

In Wassern mit wenig Trübung ziehen sich die Fische in Bereiche von mehr als fünf Meter Tiefe zurück; ansonsten halten sie sich eher in einer Wassertiefe zwischen zwei und drei Meter auf. Zander leben in kleinen Rudeln und ziehen viel in ihrem Wohngewässer umher, wobei sie gern im Freiwasser jagen. Unterstände sind ihnen im Allgemeinen nicht so wichtig wie anderen Raubfischen; lediglich in der Zeit, in der sie nicht umher schwimmen, nutzen sie tiefe  Gumpen,Wurzeln oder Steine als Standplatz.

Zwischen April und Juni pflanzen sich Zander bei mindestens 10 °C Wassertemperatur fort. Das Männchen sucht in Ufernähe einen Bereich im Flachwasser auf, der etwa 1,5 Meter tief ist und über sauberen Bodengrund verfügt.

Die Tiere sind sehr anspruchsvoll, was die Auswahl der Laichplätze betrifft, und so wird das Männchen das Laichsubstrat zunächst sogar noch säubern, bevor es dort eine Grube formt. Je nach Laichsituation werden die Eier in einem großen oder mehreren kleinen Klumpen abgegeben und am Nestmaterial angeheftet.

Während das Männchen die Brut bewacht, fächelt es ihr mit seiner Brustflosse Frischwasser zu. 

Zander stellen während der Fortpflanzungsphase die Nahrungsaufnahme ein und verbleiben anschließend noch bis zu zwei Wochen in den Flachwasserzonen.

Die scheinbar anfälligeren Weibchen sterben allerdings teilweise nach dem Ablaichen.

Ein Durchschnittszander ist zwischen 40 und 70 Zentimeter groß; maximal können Längen um 1,3 Meter und Gewichte von 15 Kilogramm erreicht werden. So kapital abwachsen können Zander aber nur in Gewässern, in denen ausreichend Nahrungspotenzial

vorhanden ist.Junge Zander ernähren sich zunächst von tierischem Plankton und Insektenlarven; die erwachsenen Tiere fressen dagegen ausschließlich kleine Fische.Je nach Beuteart sind sie tag- oder aber auch nachtaktiv, denn sie passen sich den Gegebenheiten

an. Gibt es beispielsweise ein reichhaltiges Angebot an Kleinfischen, die sich hauptsächlich im Flachwasser aufhalten, wird der lichtempfindliche Zander erst zum Einbruch der Dämmerung mit der Jagd beginnen.

Von August bis in den Winter hinein, am besten jedoch im Spätsommer und Herbst, kann man sein Glück beim Zanderfang herausfordern. Geeignete Fangplätze sind nicht immer die möglichen Standplätze wie zum Beispiel versunkene Wurzeln oder Astwerk.

Man sollte sehr weitflächig fischen, denn Stellen, an denen sich tiefe Stand- und flachere Jagdbereiche abwechseln, sind weitaus Erfolg versprechender. In trüben Gewässern sind Bisse über den ganzen Tag möglich, aber im Allgemeinen haben diese Fische ausgeprägte Beißzeiten und werden außerhalb ihrer Jagdphasen kaum an den Haken gehen. Als Köder kommen zuallererst Fische in Betracht, wobei man bedenken sollte, dass diese recht klein sein müssen, damit der Zander sie bewältigen kann.Weiterhin empfehlenswert sind Gummifische, Twister, Wobbler, Fetzenköder, Tauwürmer und kleine Spinner. Je nach Köderart erfolgt die Präsentation direkt über dem Grund oder bei tiefer und langsamer Köderführung.